Naturnaher Ausbau des verdolten Mühlbaches in Öpfingen

Dezember 2004 - Baubeginn, Juni 2005 - Baufertigstellung

Auftraggeber:

Gemeinde Öpfingen

 

Projektbeschreibung:

Geschichte:
ca. 1970: Verdolung des Mühlbaches im Zuge der Flurbereinigung Öpfingen
1998: Gewässerentwicklungsplan
April 2003: Gemeinderatsbeschluss der Mühlbachöffnung
Juli 2003: Vorstellung des Vorentwurfs
August 2003 bis März 2004: Grunderwerbsverhandlungen und Entwurfsplanungen
Mai 2004: Genehmigung durch das Landratsamt
Juni 2004: Ausschreibung der Massnahme
Juli 2004: Zuschussbescheid, Auftragserteilung
Dezember 2004: Baubeginn
Juni 2005: Baufertigstellung

Ziele:

  • Wiederherstellen eines naturnahen Baches
  • geschwungene Linienführung
  • Laufverlängerung
  • Zulassen von Eigendynamik in breitem Gewässerrandstreifen
  • Schaffung von Standortvielfalt durch
  • wechselnde Böschungen
  • wechselnde Wassertiefen
  • wechselnde Fließgeschwindigkeiten
  • Aufweitungen
  • Ökologische Verbesserung Beseitigung der Verdolung
  • Förderung von Naturerleben und Erholung Stillwasserfläche
  • Durchgängigkeit für Lebewesen Sohlgleiten, Sohlsubstrat bei Durchlässen
  • Bildung von Feuchtstandorten
  • Harmonische Einbindung des Gewässers in die umgebende Landschaft
  • Ausgleichsmassnahme für Eingriffe in Landschaftsbild und Naturhaushalt durch Baugebiete

Verrohrte Gewässer sind tote Gewässer und für alle Lebewesen lebensfeindlich! Darüberhinaus sind sie aufgrund der glatten Rohrwandung, des Fehlens jeglichen Substrates, des fehlenden Lichtes und aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit ein unüberwindbares Hindernis.

Eine Verrohrung verhindert:

  • die Kompensation der natürlichen Verdriftung
  • Laich- und andere Wanderungen
  • eine Wiederbesiedlung
  • einen Austausch von Teilpopulationen
 

Beteiligte Bereiche:

Landschaftsgestaltung Ingenieurbauwerke Vermessungstechnik
 
Bild 1: Lageplan
Bild 2: vorher
Bild 3: nachher: Förderung von Naturerleben und Erholung duch Stillwasserfläche im Nebenschluss, Ausb. von Feuchtstandorten, Schaffung v. Standortvielfalt
Bild 4: vorher
Bild 5: nachher: Verringerung der Fließgeschwindigkeit d. Laufverlängerung um 20%
Bild 6: vorher: Einlaufbauwerk, Beginn der Bachverdolung
Bild 7: nachher: Sohlgleite mit ökologisch durchgängigem Durchlass
Bild 8: Sohlgleite: ökologische Durchgängigkeit, Abwechslung in Fließgeschwindigkeit und Wassertiefe, naturerlebnisreicher Bachlauf
Bild 9: Stillwasserbereich: Schaffung v. Standortvielfalt, Ausb. von Feuchtstandorten, Laichzonen für Amphibien und Fische
Bild 10: Ökologisch durchgängiger Durchlass, mit Sohlsubstrat (Rohr 1/3 in Sohle eingelassen), ausreichende Belichtung (Rohrdurchmesser größer gewählt, als hydraulisch erforderlich)
Bild 11: vorher
Bild 12: nachher
 
 
 
 

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